08.03.2026
Nach der Uraufführung und Auffügungsperiode von Monster’s Paradise im Februar 2026 an der Staatsoper Hamburg übernimmt Georg Nigl die Rolle des König-Präsidenten auch bei der Schweizer Erstaufführung am 8. März 2026 am Opernhaus Zürich. Als karikaturhafter Tyrann bildet diese Figur den zentralen Antagonisten in der neuen satirischen Politoper von Olga Neuwirth und Elfriede Jelinek.
Georg Nigl gehört zu den vielseitigsten und ausdrucksstärksten Baritonen seiner Generation. Mit starker Bühnenpräsenz, Texttreue und psychologischer Tiefe verkörpert er Figuren zwischen Macht, Wahnsinn und Menschlichkeit – Eigenschaften, die ihn zur idealen Besetzung für den König-Präsidenten machen, der in Neuwirths Oper als karikaturhafter Tyrann die zentrale Antagonistenrolle einnimmt.
Monster’s Paradise ist keine klassische Oper, sondern eine Mischform, eindrucksvoll beschrieben im Interview mit Olga Neuwirth: singspielartig beginnend und beinahe oratorienhaft endend rückt sie menschliche Würde und Ideale trotz oder gerade wegen ihres Zerfalls in den Fokus. Neuwirth und Jelinek zeigen eine apokalyptische Welt, in der zwei Avatarinnen ihrer selbst den Niedergang der Menschheit beobachten, während Riesenmonster und Polittyranen das Chaos beherrschen. Nur das Monster Gorgonzilla bietet Hoffnung. Tobias Kratzer inszeniert die Oper als satirische Horror-Oper im Stil des Grand-Guignol, in der groteske Übertreibung, schwarzer Humor und politische Satire ineinandergreifen. Elektronische Effekte und multimediale Elemente verstärken den dystopischen Effekt.
Der König-Präsident steht exemplarisch für Machtmissbrauch und Größenwahn. Nigl gelingt es, die Selbstherrlichkeit des Tyrannen darzustellen, ohne die komischen und satirischen Seiten der Rolle zu verlieren. Seine Erfahrung mit zeitgenössischen Werken und seine schauspielerischen Fähigkeiten machen die Figur vielschichtig und überzeugend.
8. März 2026 | 18:00 Uhr
Monster's Paradise | Opernhaus Zürich
10. & 12. April 2026 | 19:00 & 20:00 Uhr
Monster's Paradise | Opernhaus Zürich